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NEWS WPK

© Foto Seeadler fotolia Gregory Johnston

Prüfung

Das Gesetz zur Umsetzung der Zahlungskontenrichtlinie (Richtlinie über die Vergleichbarkeit von Zahlungskontoentgelten, den Wechsel von Zahlungskonten sowie den Zugang zu Zahlungskonten mit grundlegenden Funktionen) wurde am 18. April 2016 im Bundesgesetzblatt verkündet.

Mit diesem Gesetz wird im Wesentlichen das neue Zahlungskontengesetz beschlossen. Es enthält Bestimmungen über die Vergleichbarkeit von Zahlungskontoentgelten, den Wechsel von Zahlungskonten sowie den Zugang zu Zahlungskonten mit grundlegenden Funktionen (sogenanntes Basiskonto). Mit dem Basiskonto sollen Zahlungsdienstleister jedem Verbraucher (so auch Obdachlosen, Asylsuchenden, Geduldeten) den Zugang zu einem Zahlungskonto ermöglichen.

Zudem sieht das Gesetz Änderungen und Ergänzungen des KWG sowie der PrüfbV vor. Danach haben zukünftig die Abschlussprüfer der betreffenden Institute in der Jahresabschlussprüfung die Einhaltung des Zahlungskontengesetzes zu prüfen und darüber im Prüfungsbericht zu berichten (vgl. Art. 4-6).

Die spezifischen Prüfungsanforderungen sind erstmals auf die Prüfung für nach dem 31. Dezember 2015 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden.

Das Gesetz steht auf der Internetseite des Bundesanzeiger Verlages zur Verfügung.

Rechnungslegung

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 12. April 2016 Änderungen an IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit Kunden veröffentlicht. Mit den Änderungen sollen einige Anforderungen klargestellt werden und zusätzliche Übergangsregelungen bei der Erstanwendung geschaffen werden.

Die Klarstellungen betreffen die

  • Identifikation von Leistungsverpflichtungen
  • Bestimmung, ob ein Unternehmen Prinzipal oder Agent ist
  • Festlegung, ob die Einnahmen aus der Erteilung einer Lizenz zu einem bestimmten Zeitpunkt oder im Zeitablauf anzusetzen sind.

Die Änderungen sind, wie der gesamte Standard, erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Weitere Informationen stehen auf der Internetseite des IASB zur Verfügung.
(Quelle Wirtschaftsprüferkammer www.wpk.de / © wpk.de Autor zi / Erstellt i.A. von START4PUBLICITY Jürgen A. Slowik 2016)

NEWS BStbK

© Foto In der Kanzlei Quelle BStbK.de

BFH schafft Klarheit zur steuerlichen Absetzbarkeit von teilweise beruflich genutzten Räumen

In seiner Entscheidung hat der Große Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) die steuerliche Absetzbarkeit von teilweise beruflich genutzten Räumen nicht erleichtert.

Der Präsident der Bundessteuerberaterkammer Dr. Raoul Riedlinger: „Für viele Steuerpflichtige ist diese Entscheidung eine Enttäuschung. Die moderne Arbeitswelt erfordert ein hohes Maß an Flexibilität, dies spiegelt sich auch in entsprechenden Arbeitsplatzmodellen wider. Dieser Entwicklung hat der BFH nicht Rechnung getragen. Mit Verweis auf das Leistungsfähigkeitsprinzip wäre eine Aufteilbarkeit durchaus gut begründbar gewesen.“

Nach der bisher herrschenden Rechtsprechung ist die nahezu ausschließlich berufliche Nutzung Voraussetzung dafür, dass die Aufwendungen für ein Arbeitszimmer – anteilige Miete, Zinsaufwendungen, Abschreibungen usw. – steuerlich in Abzug gebracht werden dürfen. Das Gericht verkündete seine Entscheidung zu der Frage, ob diese Kosten auch dann anteilig von der Steuer abgesetzt werden können, wenn der Raum nur teilweise für berufliche Zwecke genutzt wird.

Der Große Senat lässt mit seiner Entscheidung den anteiligen Abzug der Aufwendungen nicht zu.

Es bleibt bei der herrschenden Meinung, wonach die Kosten für ein Arbeitszimmer nur dann steuerlich geltend gemacht werden können, wenn es der ausschließlichen betrieblichen/beruflichen Nutzung dient und hinreichend vom privaten Bereich der Lebensführung abgegrenzt werden kann.

Kosten der privaten Lebensführung sollen nicht auf Kosten der Allgemeinheit steuerlich absetzbar sein.

Dr. Riedlinger: „Mögliche zukünftige Probleme bei der Aufteilung der Aufwendungen werden nun vermieden, insofern herrscht wieder Rechtssicherheit.“
(Quelle Pressemitteilung Bundesteuerberaterkammer www.bstbk.de / Erstellt i.A. von START4PUBLICITY Jürgen A. Slowik 2016)

NEWS WPK

Symbolfoto Euroscheine Jürgen A. Slowik

Das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Damit ist am 17. März 2016 unter anderem Artikel 7, in Kraft getreten, der § 253 HGB ändert. Der neue § 253 HGB sieht in Abs. 2 und Abs. 6 folgende Änderungen vor:
Marktzinssatz auf Basis von zehn Geschäftsjahren
Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen sind auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre (bislang sieben Geschäftsjahre) zu berechnen.
Ermittlung des Unterschiedsbetrags
Für Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ist in jedem Geschäftsjahr der Unterschiedsbetrag zwischen den Rückstellungen, die auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren berechnet wurden, und den Rückstellungen, die auf der bisherigen Basis der vergangenen sieben Geschäftsjahre berechnet worden wären, zu ermitteln.
Ausschüttungssperre
Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem ermittelten Unterschiedsbetrag entsprechen.
Angabepflichten
Der ermittelte Unterschiedsbetrag ist in jedem Geschäftsjahr im Anhang oder unter der Bilanz darzustellen. Die Änderungen sind erstmals auf Jahresabschlüsse für das nach dem 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr anzuwenden (Art. 75 Abs. 6 EGHGB). Sie dürfen auch für Jahresabschlüsse angewendet werden, die sich auf ein Geschäftsjahr beziehen, das nach dem 31. Dezember 2014 beginnt und vor dem 1. Januar 2016 endet. In diesem Fall haben mittelgroße und große Kapitalgesellschaften die Ausübung des Wahlrechts im Anhang zu erläutern.
(Quelle Wirtschaftsprüferkammer www.wpk.de / Autor zi / Erstellt i.A. von START4PUBLICITY Jürgen A. Slowik 2016)

Download Gesetzesblatt als PDF (externer Link)

NEWS BStbK

Foto Beratungsgespräch Quelle BStbK.de

Gewinnrealisierung bei Abschlagszahlungen
Die Finanzverwaltung hat ihre Auffassung zur Gewinnrealisierung bei Abschlagszahlungen mit dem am 15. März 2016 veröffentlichten BMF-Schreiben revidiert. Damit hebt sie das dazu ergangene Schreiben vom 29. Juni 2015 auf.

„Das ist ein gutes Signal für die Praxis. Gerade kleinere Betriebe hätten die rechtliche und buchhalterische Abgrenzung von Abschlagszahlungen und Vorschüssen kaum leisten können“, erklärt Dr. Raoul Riedlinger, Präsident der Bundessteuerberaterkammer.
„Wir sind erleichtert, dass die Urteilsgrundsätze des Bundesfinanzhofes nun nicht mehr auf Fallkonstellationen angewendet werden sollen, die im Urteil selbst gar nicht angelegt waren. Außerdem ist nun kein Grund mehr für ein weiteres Abweichen der Steuerbilanz von der Handelsbilanz gegeben."

Hintergrund

Mit Urteil vom 14. Mai 2014 (Az. VIII R 25/11, BStBl. II 2014, S. 968) hatte der Bundesfinanzhof entschieden, dass die Gewinnrealisierung bei Planungsleistungen eines Ingenieurs nicht erst mit der Abnahme oder Stellung der Honorarschlussrechnung eintritt, sondern bereits dann, wenn der Anspruch auf Abschlagszahlung entstanden ist.

Die Finanzverwaltung hatte zunächst die Auffassung vertreten, dass die Urteilsgrundsätze nicht nur auf Abschlagszahlungen nach der HOAI anzuwenden sind, sondern darüber hinaus auch auf Abschlagszahlungen bei Werkverträgen nach § 632a BGB.

Die Bundessteuerberaterkammer hatte mit Erfolg der Finanzverwaltung zahlreiche offene Fragen und Praxisprobleme vorgetragen, die sich bei der Umsetzung der nun wieder aufgehobenen Verwaltungsauffassung ergeben hätten.
(Quelle Pressemitteilung Bundesteuerberaterkammer www.bstbk.de / Erstellt i.A. von START4PUBLICITY Jürgen A. Slowik 2016)